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Geschichte Markt Wolfsegg

Die Marktgemeinde Wolfsegg a.H. liegt am südlichen Ausläufer des Hausruckwaldes in einer Seehöhe von 638 Metern.

Seit 1389 besitzt der malerische Kurort das Marktrecht.

Wolfsegg Original  Farbe MAWappen:
Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Rot ein silberner, rechtshin gewendeter, aufrecht stehender Wolf.
Das Wappen symbolisiert als redendes Wappen den Ortsnamen. Wann das Wappen verliehen wurde, ist nicht bekannt. Die älteste bekannte bildliche Darstellung des Wappens findet sich auf dem Kupferstich „Wolffs Egg“ in der Topographia Provinciarum Austriacarum von Matthäus Merian aus dem Jahr 1649. Die Verwendung eines Marktsiegels wird aber bereits in der 1551 von Kaiser Ferdinand I. erlassenen Marktordnung erwähnt.

Aus der Geschichte

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er Österreich ob der Enns zugerechnet. Seit 1918  zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.
Die Gemeinde war bis Ende 2004 Teil des Gerichtsbezirks Schwanenstadt und wurde per 1. Jänner 2005 Teil des Gerichtsbezirks Vöcklabruck.

10. Jahrhundert
Entstehung der Burg Wolfsegg, veranlasst durch die häufigen Einfälle der  Awaren   und Ungarn. Im Schutze der Burg entsteht das Dorf Wolfsegg.

1161               Die Burgsiedlung Wolfsegg wird erstmals urkundlich genannt.

13. Jahrhundert 

Die ersten Jahrzehnte bringen für Wolfsegg und seine Umgebung raue, kriegerische Zeiten. Unsere Gegend ist von Bayern und Böhmen hart umstritten, wobei die Bayern unseren Ort verwüsten und die Burg einnehmen.

1291               Herzog Albrecht erwirbt die Hälfte der Herrschaft Wolfsegg.  Die Herzöge zeigen Interesse am wirtschaftlichen Aufstieg des Ortes. So finden wir bald bereits Handwerker und Kaufleute unter den Bewohnern Wolfseggs.

1328               Es kommt auch die zweite Hälfte der  Herrschaft an die Herzöge von Österreich und wird von Pflegern verwaltet.

1389               Herzog Albrecht III. erteilt dem Markt Wolfsegg fürstliche Freiung, soweit der „Purgperg“ reicht. Wolfsegg bildet fortan einen eigenen Landgerichtsbezirk und genießt einen besonderen Rechtsschutz.

1477                Die St. Georgenkapelle wird urkundlich erwähnt.

1489               Friedrich III. bestätigt die Markt-Privilegien.

1557               Die erste Schule entsteht, inmitten einer Zeit der Glaubensgegensätze.

1610               Ein Passauer Kriegshaufen fällt raubend und plündernd in Wolfsegg ein und steckt  Schloss und Ort in Brand.

1620–28       Bayrische Truppen besetzen unseren Markt.

1625–26        Es kommt zu einem neuerlichen Aufstand gegen die bayrische Herrschaft und zur Erhebung der Bauern.

20. November 1626
Einer der letzten Kämpfe des oö. Bauernkrieges findet in Wolfsegg statt.

1632               Schloss und Markt Wolfsegg werden  abermals besetzt.

1731               Umbau der St.Georgskapelle, die durch den wirtschaftlichen Aufschwung von Wolfsegg, zu klein geworden war.

1760               Braunkohle wird entdeckt.

1784               Unser Markt wird eine eigene, selbständige Pfarre.

1785               Beginn Abbau der Braunkohle. Bald darauf entsteht eine eigene Ansiedlung von Grubenarbeitern.

1801               Die Franzosen fallen in unsere Gegend ein und quartieren sich in Wolfsegg ein. In den folgenden Jahren hat Wolfsegg unter Truppendurchzügen schwer zu leiden.

1809               Unsere Gegend kommt an Bayern. Das wirtschaftliche Leben liegt völlig darnieder, der Bergbau hat seinen Tiefstand erreicht.

1854               Eröffnung der Kohlenbahn nach Breitenschützing, die als Pferdebahn in Betrieb ist.

1864               Ein großer Brand vernichtet den Markt Wolfsegg und somit die ganze Aufbauarbeit der letzten Jahrzehnte.

1914–18        Erster Weltkrieg.

1915               Das neue Volksschulgebäude wird seiner Bestimmung übergeben.

1920               Einleitung des elektrischen Lichtes in den Ort.

1925               Eröffnung der Autobuslinie Haag a. H. – Wolfsegg – Schwanenstadt.

1928               Eröffnung des am Waldrand  wunderschön  gelegenen Freibades.

1939–45       Zweiter Weltkrieg.

Entwicklung seither: (Auszug)

1947               Eröffnung der Hauptschule

1948–50       Bau der Wasserleitung durch die Gemeinde.

1950–52        Errichtung eines  neuen Hauptschulgebäudes.

1953               Renovierung des Volksschulgebäudes mit Einbau einer Zentralheizung.

1961               Eröffnung des neuen Gemeindeamtsgebäudes.

1966               Der Kohleabbau in Kohlgrube wird eingestellt.
 Eröffnung des neuen Pfarrhauses und Einweihung des Feuerwehrzeughauses.
 Errichtung eines Betriebes der Firma  Stehle in Kohlgrube.

1968               Wolfsegg wird Luftkurort. Auflassung des Gendarmeriepostens von Wolfsegg. Baubeginn für den Wohnbau der   LAWOG im Roßmarkt.

1971               Thomas Bernhard (1931-89) schreibt das Drehbuch „Der Italiener“. Die Verfilmung   findet in Wolfsegg und Umgebung statt. Übergabe der Elektroanlage der Gemeinde an die OKA.

1972               Der neue Kindergarten wird feierlich gesegnet und eröffnet.

1978               Schaffung eines Betriebsgebäudes durch Firma Liberda in Imling.

1980–83       Bau der neuen Volksschule.

1983               Beginn der Kanalisierung im Ortsteil  Kohlgrube-Hueb.

1989               Neubau eines Fertigungsbetriebes Fa. LBH in Imling.

1993               Neubau einer Feuerwehr-Zeugstätte im Ortsteil Graben.

1998               Neuerrichtung des Parkplatzes im Ortszentrum.

1999               Schaffung des Ortsplatzes Kohlgrube mit Parkplatz.
 Eröffnung des Musikheimes der Bergknappenkapelle Kohlgrube.

2000               Kanalisierung Marktplatz, Schulstraße, Kaiserbauernberg und Hauptschulstraße.

2005               Erneuerungsgutachten für Luftkurort. Grundkauf in Kohlgrube für die Adaptierung  eines Bauhofes.

2008               Kinderspielplatz auf der Schanze wird  eröffnet.
 Kanalisierung von Friesam, Wilding, Watzing, Schlaugenham u. Waidring

2011               Errichtung eines Heizwerkes beim Schloss für eine Wärmeversorgung.

2012–14        Sanierung der Hauptschule und Erweiterung.